Sonntag, 14. Juni 2015

Gartentisch mit Ausblick


Da saßen wir nun. Essend, trinkend und lachend am Gartentisch auf dem Rathausplatz. Öffentlicher Platz, unser Platz.


Es wird viel diskutiert über die Belebung unserer Plätze sowie der gesamten Innenstadt und immer wird gefordert Geld zu investieren und vorhandenes umzubauen. Ja, es gibt tatsächlich Ecken in Ingolstadt, die man mal verbessern sollte, um sie für die Bürger nutzbar zu machen und um die Attraktivität und den eigenständigen Charakter der Innenstadt zu stärken. Belebung entsteht aber weder durch Geld, noch durch Baustellen und schöneres Pflaster! Wir Bürger können die Innenstadt lebendig machen. Und dieses wertvolle Recht und Gut sollten wir nicht vergessen! Warum nutzen wir ihn nicht selbst? Es ist unsere Stadt, unser öffentlicher Raum. 


Also haben wir es einfach mal ausprobiert und unser wöchentliches Freunde-der-Donau Treffen spontan mit Gartentisch und Klappstühlen auf den Rathausplatz verlegt. Wir haben Konventionen mit einem Gartentisch gebrochen und ein lebendiger gemütlicher Platz ist entstanden. Viele Leute haben gefragt ob wir etwas zu feiern hätten. Nein, wir genießen nur das Leben, unsere Freiheit und natürlich das Wetter war die verblüffende Antwort. Warum wir das machen. Warum nicht?


Warum? Warum nicht!

Der Ingolstädter Rathausplatz ist wohl einer der umstrittensten Orte in der Altstadt. Viel Kritik, diverse Protestaktionen und die unsinnigsten Vorschläge hat man dazu in den letzten Jahren vernommen. Uns hat es vor dem Rathaus jedenfalls sehr gut gefallen und wir haben viele nette Menschen mit positiven Kommentaren zu unserem „urbanen Dinner“ kennengelernt. 



Wir werden jedenfalls weiterhin unsere Freiheit, mit gut temperiertem Wein und hausgemachten Leckereien genießen. Mal schauen wo es uns nächste Woche hin verschlägt, bei unserer Reise zu den wunderschönen aber manchmal totgesagten Plätzen dieser Stadt.

Wir sehen uns!





Sonntag, 31. Mai 2015

Park(ing) Day Ingolstadt 2015


Parkplätze. Die Wunderwaffe für und gegen alles. Emotional umkämpft und nur einer Bestimmung zugewannt. Doch was würde passieren wenn Parkplätze an einem Tag im Jahr für alle Bürger gleichermaßen da sind, der Parkplatz zu einem Park wird?



Am dritten Freitag im September findet  seit 10 Jahren der Internationale Park(ing) Day, zu deutsch: "Park(platz) Tag" statt. 2005 in San Francisco gestartet, ist diese Aktionskunst  heutzutage weltweit in vielen hundert Städten angekommen. Dieses Jahr startet er in Ingolstadt!


Der Park(ing) Day setzt sich mit der Nutzung des öffentlichen Raums auseinander. Einmal im Jahr erobern Bürger PKW-Stellplätze zurück und verwandeln diese in autofreie Bereiche. Temporäre Parks, Picknickplätze, öffentliche Musikzimmer, Sportplätze, Spielplätze, Klassenzimmer, Cafés, Ausstellungen und Plätze der Ruhe entstehen. Diese Bereiche geben Raum für Kommunikation, Muße und Inspiration.



Wir von den Freunden der Donau bringen dieses Jahr den Park(ing) Day am 18.09.2015 nach Ingolstadt und suchen Mitwirkende. An diesem Tag kann jeder der möchte einen eigenen „Park“ erstellen und ihn nach seinen Vorstellungen gestalten.



Um niemanden in Schwierigkeiten zu bringen, ein paar Hinweise:
Der Park(ing) Day ist keine Verkaufs- oder Informationsveranstaltung. Bitte verzichtet auf groß sichtbare Werbung und das verteilen von Infomaterial. Alle Installationen müssen temporär eingerichtet und danach wieder abgebaut werden. Jeder ist für seinen „Park“ selbst verantwortlich und bestimmt auch die Dauer der Aktion. Es wäre schön die Aktionen in der Innenstadt zu bündeln.


Was kostet es: Nichts!
Wer kann Mitmachen: Jeder!
Wann: 18. September 2015!
Uhrzeit: Bestimmst Du!


Wir haben in Vorfeld mit der Stadt Ingolstadt gesprochen. Für jeden Park muss 48 Stunden vor der Bekanntgabe eine Versammlung angemeldet werden. Das Formular gibt es hier und kann bei dieser E-Mailadresse abgegeben werden: veranstaltungsservice@ingolstadt.de


Die Freunde der Donau haben zwei Parkplätze von 11 - 18 Uhr in der Theresienstraße/Beim Münster. Wir haben eine Übersichtskarte erstellt und tragen gerne andere Park-Plätze dort mit ein. Bitte kurzes Feedback zurück an freunde.der.donau [ at ] gmail.com

Wir freuen uns über kreative, bunte und vor allem lebendige Parkplätze!








http://freundederdonau.blogspot.de/2015/09/premiere-fur-ingolstadt-parking-day.html


Samstag, 9. Mai 2015

Ufer(t)räume I

TEIL 1 – RHONE / LYON (F)

Nach einem bekannten Sprichwort sollen ja auch andere Flüsse schöne Ufer haben. Oder lautet der Satz anders, ach egal! Wir haben uns jedenfalls mal umgesehen und stellen Euch hier nach und nach Städte und Flüsse vor. Den Auftakt bildet das neu gestaltete Ufer der Rhone in Lyon. Die Landschaftsarchitekten von IN SITU haben 2007 ein 10-Hektar großes, 5 km langes Ufer-Areal im Herzen der zweitgrößten Stadt Frankreichs komplett auf den Kopf gestellt.

Rhone-Promenade, Quelle: archiguide

Der historische Stadtkern von Lyon liegt direkt am Zusammenfluss der Rhone und der Saône. Inzwischen erstreckt sich die Metropolregion Lyon mit 2,2 Mio. Einwohnern jedoch weit über die umliegenden Hügel und Täler. So entsteht, unterstützt durch unzählige Brücken und ein enges Netz an Stadtautobahnen und Durchgangsstraßen ein zerklüfteter Eindruck. Die Orientierung in Lyon fällt sehr schwer. Viel Verkehr, Hektik und das Ambiente einer zu schnell gewachsenen Stadt prägen den ersten Eindruck.

Das ändert sich komplett wenn man in der Altstadt ankommt. An jeder Ecke duftet es aus den kleinen Bistros, Brasserien und Chocolaterien. Schließlich gilt Lyon als kulinarisches Mekka Frankreichs. Am deutlichsten wird dies auf den zahlreichen Märkten, zum Beispiel am Rhone-Ufer, wo sich einer der schönsten Märkte der Stadt mit frischen lokalen Produkten und Spezialitäten aus den verschiedenen französischen Regionen befindet.


Marktstände am Rhone-Ufer, Quelle: Freunde der Donau

Entlang einer beeindruckenden Allee alter Platanen verläuft diese Oase der Düfte und Geschmäcker. Das einstmals vernachlässigte Flußufer hat sich inzwischen in einen Stadtpark und den beliebtesten Treffpunkt der Stadt verwandelt. Durch die Vielfalt an unterschiedlichen Bereichen wurde eine hohe Aufenthaltsqualität für alle Bürger geschaffen. 


Promenade mit Wasserbecken, Quelle: Internet


                                   Sonnenterrassen und Skatepark, Quelle: Internet

Park mit Liegewiesen und Ufer-Gastronomie, Quelle: Internet


Skatepark, Quelle: Internet

Ein Schlüssel zum Erfolg der neugestalteten Berges du Rhône war die Verkehrs-beruhigung und die konsequente Auslegung als urbanes Naherholungsgebiet und Raum für Begegnungen. Der motorisierte Verkehr wurde komplett verdrängt und Parkplätze in Parkhäuser bzw. an den Stadtrand verlegt. Alle umgesetzten Maßnahmen sind auf einen intensiven und offenen Austausch mit den Bürgern zurückzuführen, die vom 1. Tag an eng in die Umgestaltung eingebunden waren.


Rhone-Ufer vorher/nachher, Quelle: landarchs.com

Durch die Aufwertung des Rhone-Ufers wurde Lyon Teil der landesweiten Fahrradroute zwischen Genfer See und Cote d Azur, was zur kulturellen und touristischen Bedeutung, als auch zu wirtschaftlichem Aufschwung der Stadt geführt hat.
Der Besuch in Frankreich hat uns viele Parallelen zu Ingolstadt gezeigt. Es bleibt zu hoffen, daß man auf der Schanz ebenso innovativ und konsequent an einer besseren Verbindung zwischen Stadt und Fluß interessiert ist.

Teil 2 unserer Reihe wird uns nach Innsbruck in Tirol führen. Fortsetzung folgt!

Mittwoch, 8. April 2015

Der Weg zur fünften Donauquerung

Quelle: blogs.crikey.com.au

Von der Ingolstädter Kommunalpolitik wird eine vierte Donauquerung vermehrt zur Diskussion gebracht. Die aktuellen Vorschläge sind eine Seilbahn, welche schon 2013 von der Stadt abgelehnt wurde, eine Brücke über den Baggersee und ein Tunnel von Gerolfing nach Weichering. Zukünftig könnte nach Meinung der FW (Freien Wähler Ingolstadt) der Verkehr unterhalb der einzigartigen Auenlandschaft laufen. Die Verkehrsprobleme sollen damit verschwinden.

Quelle: panoramio.com

In Fachliteratur und in diversen Studien wird jedoch belegt, dass gerade durch den Bau von zusätzlichen Straßen keine Verbesserung von verstopften Straßen herbeigeführt wird. Es entsteht genau das Gegenteil. Die Anzahl der Verkehrsteilnehmer wächst! 

Der Mensch bewegt sich wie Wasser. Er nimmt den kürzesten Weg und das Verkehrsmittel welches ihn am schnellsten von A nach B bringt. Kommt man am effektivsten zum Bestimmungsort mit dem Auto und hat dort noch genügend PKW-Stellplätze, wird das Auto das Transportmittel erster Wahl sein. Stauen sich im Stadtgebiet die Fahrzeuge, erlangen andere Verkehrsmittel eine größere Relevanz. Man kommt dann schneller und entspannter zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) ans Ziel. 

Quelle: strassenbau.niedersachsen.de

Wenn ein Tunnel oder eine vierte Donauquerung kommt,welche die Leute leichter mit dem PKW über die Donau gelangen lässt, wird der Verkehr ansteigen. Autofahrer weichen auf die neue Strecke aus. Im gleichen Moment werden die alten Straßen wieder gefüllt von Autos, die sonst nicht benutzt wurden, da sie im Stau gestanden wären. Das Verkehrsaufkommen steigt und der Verkehr stockt erneut. Die nächste Forderung wird eine fünfte Donauquerung sein. Ein Teufelskreis!

Eine zukunftsorientierte Stadt sollte Ihren Fokus darauf legen, eine Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer zu erreichen. Wenn für den motorisierten Individualverkehr ein Tunnel für über 200 Millionen Euro gebaut wird, der eine Steigerung des Autoverkehrs bedeutet, kann nicht von Gleichberechtigung gesprochen werden.

Quelle: sustainablejill.com

Ingolstadt ist vielen Städten mit der Förderung der Fußgänger, des Fahrrads und des ÖPNVs weit hinterher. Warum wird hier nicht mehr getan für die Entlastung der Straßen?Es ist bewiesen, wenn weniger Autos auf den Straßen fahren, wird eine höhere Lebensqualität erreicht.Des Weiteren wollen die Bürger weniger Verkehr in den Innenstädten, auch wenn dieseErkenntnis bei den meisten Provinzpolitikern und Stammtisch-Verkehrsplanern noch nicht angekommen ist.Wer sich mit Stadtentwicklung beschäftigt kann dutzende Beispiele finden. Stattdessen wird mit aller Gewalt versucht, Konzepte durchzuboxen, die negative Auswirkungen für Mensch und Natur haben!

Quelle: http://humanscalecities.tumblr.com/

Der Busverkehr wird von der Politik stiefmütterlich behandelt. Hier muss gefördert werden! Erst wenn dieses Verkehrssystem an seine Kapazitätsgrenzen kommt, kann über eine Erweiterungen gesprochen werden. Auch dann erst über eine Seilbahn. Zuerst sollten Busspuren an relevanten Strecken eingerichtet werden,die Taktung und Strecken so verändert werden, dass der Busverkehr extrem Attraktiv gemacht wird. Im gleichen Schritt müssen Straßen reduziert werden. Ansonsten würden neue PKWs den Platz der alten einnehmen. Und zu guter Letzt, wie lange kann man den ÖPNV in Ingolstadt umsonst laufen lassen für über 200 Millionen? Diese Investition würde allen Bürgern, egal welchen Alters, welchen Berufs, welcher Einkommensklasse etwas bringen.

Die Stadt muss aufwachen und umdenken! Weil Menschen in lebenswerten Städten leben wollen! Weil es dazu beiträgt, dass Leute in die Stadt ziehen und auch hier bleiben!

Quelle: waz-online.de


Quellen:

Die Freien Wähler haben ein Gutachten zum Tunnel anfertigen lassen - Kein Verkehrsgutachten!

Building Bigger Roads Actually Makes Traffic Worse

Rund 82 Prozent wollen weniger Autos in der Stadt

Alternativen Lastentransport fördern

Stadt Ingolstadt Stellungnahme Seilbahn 2013 

S. 102. Zurück zur Mobilität! Anstöße zum Umdenken. Hermann Knoflacher
ISBN: 978-3800075577, Wirtschaftsverlag Ueberreuter



Samstag, 31. Januar 2015

Ghostbike #1 Ingolstadt





Am Donnerstag den 29.01.2015 ist eine junge Radfahrerin aus Zirndorf im Alter von 29 Jahren an der Kreuzung am Nordbahnhof / Nördliche Ringstraße ums Leben gekommen. Sie wurde von einem LKW beim rechts abbiegen übersehen. Sie starb noch an der Unfallstelle.

Einen Tag nach diesem Unfall fuhr die Critical Mass Ingolstadt zu dieser Stelle und schloss um circa 19:15 das erste Ghostbike von Ingolstadt dort ab. Menschen legten Blumen nieder und Zündeten Kerzen an. In gedenken an das Opfer. Mit der Hoffnung das dieses Rad alle Verkehrsteilnehmer warnt und so etwas nie wieder passiert.








Das erste Ghostbike wurde 2003 in den USA errichtet und es gibt sie seither in über 30 Städten weltweit. Ghostbikes sind komplett weiß angemalte Fahrräder, die an Orten aufgestellt werden, wo ein Radfahrer durch einen LKW/PKW getötet wurde. Als Gedenken, Warnung, Mahnmal und Bitte um Respekt vor dem Leben von Radfahrern.








Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen.

http://ingolstadt-today.de/lesen--29-jaehrige-stirbt-auf-der-noerdlichen-ringstrasse[14256].html



Ghostbike #2 Ingolstadt
http://freundederdonau.blogspot.de/2015/11/ghostbike-2-ingolstadt.html

Dienstag, 6. Januar 2015

Shared Space

Harderstraße 1840 Quelle: Ingolstadt.de 

Der Platz der Begegnung war die Straße. Man traf seinen Nachbarn, Kinder spielten und es wurden Unterhaltungen geführt. Die Verkehrswege wurden zwischen allen Verkehrsteilnehmern geteilt. Nach dem zweiten Weltkrieg hat man im Straßenbau die Wirtschaftsfaktoren und somit die "starken" Verkehrsteilnehmer, das Auto und den LKW priorisiert. Die Fußgänger wurden mit den Fahrradfahrern auf den Bürgersteig gedrängt, es wurden Unterführungen und Brücken zum queren von Straßen gebaut. Dieses Prinzip hat man bereits in den 1970ern hinterfragt und man baute in den 1980ern erste Straßen die die "schwachen" Verkehrsteilnehmer wieder integrieren. Shared Space war geboren.


Shared Space ist ein Konzept, welches die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer hervorhebt. Es stützt sich auf die Grundregeln unserer Straßenverkehrsordnung.



§ 1 StVo

(1) 
Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

(2) 
Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.


Deshalb wird In diesen „Gemeinschaftsstraßen“ auf Straßenschilder und Straßenmarkierungen bewusst verzichtet. Die Vorfahrtsreglung mit rechts vor links bleibt weiterhin bestehen. Es gibt in diesen Bereichen keine klar abgetrennten Bürgersteige und die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt meistens bei 10-20 Km/h. Der Lärm wird reduziert, der Raum wird aufgelockert und damit sind diese Straßen keine unüberwindbaren Schneisen mehr. Eine dieser Trennlinien im urbanen Raum kennen wir in Ingolstadt sehr gut. Es ist die 5-spurige Schloßlände zwischen der Altstadt und dem Donauufer. Durch die fehlende Verbindung ging in Ingolstadt etwas verloren, das seit Jahrhunderten da war. Das Flair einer Stadt am Fluss.

Kupferstich, Ingolstadt um 1650 mit beeindruckender Stadtsilhouette an der Donau.

Vor dem Bau der Glacis-Brücke immerhin eine Hauptverkehrsader, ist die Schloßlände zwischen Adenauerbrücke und Roßmühlstraße heute laut offiziellem Verkehrsgutachten deutlich überdimensioniert. Damit entsteht die historische Chance den toten Straßenraum in einen lebendigen Teil der Stadt zu verwandeln. Durch eine Reduzierung auf 2 Fahrspuren und eine deutliche Entschleunigung kann sich das Donauufer nach Norden ausdehnen und so Platz für u.a. Cafés, Terrassen, Spielplätze oder Funktionsflächen (z.B. für Märkte, Ausstellungen) gewinnen. 




Bei der Umgestaltung der Schlosslände ist auch ein Shared Space-Konzept denkbar um den Menschen näher und einfacher an die Donau zu führen. Die Schlosslände müsste dafür umgestaltet und besser in ihr Umfeld integriert werden. Eine Untertunnelung wäre aus Sicht der Sachverständigen hier übrigens weder umsetzbar noch sinnvoll. Es ist für manchen Bürger sehr schwer vorstellbar auf diese Straße in ihrer jetzigen Form zu verzichten. Dabei liegt alles nur im Blickwinkel des Betrachters. Durch Shared Space wird Mobilität nicht verhindert, sondern in einen anderen Fokus gerückt. Im Bereich der Schloßlände sollte es uns wichtiger sein diesen besonderen Ort zwischen dem historischen Schloss und der Lebensader Donau bewusst wahrzunehmen, anstatt nur möglichst zügig von A nach B zu rollen. Shared Space gibt uns die Möglichkeit die Schätze unserer Stadt zu betonen und den Autofahrer auf einen lebendigen urbanen Bereich aufmerksam zu machen. Ist der Tunnelblick erst mal aufgehoben, klappt´s auch mit den Nachbarn, in diesem Falle den Spaziergängern und Erholungssuchenden die zwischen Donau und Altstadt flanieren.

Ingolstadt besitzt schon Shared Space 

Könnte die Schlosslände der erste Shared Space in Ingolstadt werden? Der erste offiziell als solcher Deklarierte vielleicht schon, doch wenn man sich Verkehrsbereiche in Ingolstadt anschaut, sind solche Begegnungsräume schon vorhanden. Ausnahmeregelungen und die Benutzung der Straße durch den Fußgänger lösen die gewohnte Trennung der einzelnen Verkehrsteilnehmer auf.



Die Theresienstraße ist auf 10 Km/h begrenzt und durch die stetige Querung von Passanten, als auch durch die gemeinsame Nutzung von Rad und PKW,gerade in den Sommermonaten wenn die Parkplätze reduziert werden, ein angenehmer Ort der Begegnung.


Der Paradeplatz ist im östlichen Teil befahrbar und durch die offene Gestaltung an dieser Stelle benutzen "schwache" Verkehrsteilnehmer diese Straße weiterhin als Fußweg.

Quelle: Google.

Die Straße Am Stein / Moritzstraße ist die Querung der Fußgängerzone aus Nord Süd Richtung. Hier besagen die Straßenschilder, dass es sich um eine Fußgängerzone handelt. Allerdings gibt es eine Ausnahmereglung für Busse und Taxis welche aus beiden Richtungen durchfahren dürfen. Der nördliche Teil der Straße ist für den normalen Verkehr geöffnet.


Gegenteilige Straßenplanung prägt unser Stadtbild. Das Konzept des Shared Space ist eine Bereicherung und eine Möglichkeit Aggressionen im Verkehr zu minimieren. Unzählige Beispiele aus u.a. Duisburg, Freiburg, Innsbruck zeigen das Potential für die positive Stadtentwicklung. Wir müssen Chancen nutzen solche Konzepte in unser Stadtbild zu integrieren.

Harderstraße 2015

Freitag, 19. Dezember 2014

Wintersonnwendfeuer 2014





Der Dezember neigt sich seinem Ende zu. Die Weihnachtszeit erreicht ihren Höhepunkt. Hektik und Trubel in den Straßen. Nicht nur dafür steht der letzte Monat in unserem Kalender. Er ist auch der Monat der kürzesten Tage. Die Sonne steht an ihrem tiefsten Punkt.

Wir nahmen dieses Ereignis zum Anlass und haben auf der Donaubühne, wie die letzten zwei Jahre auch, ein großes Wintersonnwendfeuer entzündet, um der längsten Nacht ein Licht zu geben. Wir haben mit Freunden die Gemütlichkeit fernab vom stressigen Weihnachtstreiben an der Donau genossen und ihr auch in der Kalten Jahreszeit die Beachtung gegeben die sie verdient.

Wer wollte konnte uns am Sonntag den 21.12.2014 ab 16 Uhr auf der Donaubühne Gesellschaft leisten. Die Aufbauarbeiten haben schon um 12 Uhr begonnen. Wir haben viele Paletten aufeinander gestapelt um genug Material für ein Riesen Feuer zu haben. An den Seiten des Holzstapels waren Platten angebracht, auf die jeder der wollte seine Wünsche, Hoffnungen oder das, was er loswerden wollte schreiben konnte. Die Donaubühne füllte sich und nach dem Sonnenuntergang um 16:20 wurde das Feuer um 16:30 entzündet. Die Feuerfreunde des Vollmondfeuers haben mit Ihrer Feuershow den Abend begleitet. Jeder brac
hte warme Kleidung und eigene gefüllten Thermoskannen, Gebäck und alles was den Abend verschönert mit und so herrschte ein reges Plätzchen tauschen.


Wir Bedanken uns bei allen die da waren und die Wärme des Feuers mit dieser tollen Kulisse zu einen schönen Erlebnis gemacht haben. Danke!

Bis zur Wintersonnwende 2015









Fotos von 2013 und 2012